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Tabus im chinesischen Geistermonat: 15 Dinge, die du nicht tun solltest (中元节)

2026-07-16

Lebensphilosophie

Im chinesischen Geistermonat besagt die Tradition, dass Geister unter den Lebenden umherwandern — daher gibt es eine lange Liste von Tabus. 15 Dinge, die du nicht tun solltest, von Schwimmen bis Pfeifen in der Nacht, und die Folklore hinter jedem.

Während des 7. Mondmonats — Geistermonat — besagt die chinesische Tradition, dass Geister frei unter den Lebenden wandeln. Um zu vermeiden, dass sie angezogen werden (oder schlimmer, für einen Ersatz gehalten werden), befolgen Familien eine lange Liste von Tabus. Im Jahr 2026 dauert der Geistermonat ungefähr vom 13. August bis zum 11. September, mit dem Höhepunkt des Hungry Ghost Festival am 27. August.

Hier sind 15 der bekanntesten Tabus — und die Folklore hinter jedem. (Betrachte dies als Tradition und Aberglaube, nicht als Regelwerk — aber es ist ein faszinierender Einblick in den chinesischen Glauben.)

1. Nicht schwimmen

Wasser gilt als besonders gefährlich. Die Folklore warnt vor "Wassergeistern" (水鬼) — Geistern der Ertrunkenen, die darauf warten, einen Schwimmer unter Wasser zu ziehen und ihn als "Ersatz" zu nehmen, damit sie endlich wiedergeboren werden können.

2. Nicht spät in der Nacht draußen bleiben

Geister sind nach Einbruch der Dunkelheit am aktivsten. Die Tradition besagt, dass man vor Sonnenuntergang zu Hause sein sollte, insbesondere Kinder, ältere Menschen und schwangere Frauen, die als verletzlicher gelten.

3. Nicht pfeifen oder singen in der Nacht

Geräusche ziehen umherirrende Geister an. Ein Pfeifen oder Lied im Dunkeln wird als Möglichkeit angesehen, ihre Aufmerksamkeit zu erregen — und einen einzuladen, dir nach Hause zu folgen.

4. Nicht Essstäbchen aufrecht in deinen Reis stecken

Essstäbchen, die in einer Schüssel stehen, ähneln Räucherstäbchen in einem Opfer — ein Signal an hungrige Geister, dass das Essen für sie ist, und eine Einladung, an deiner Mahlzeit teilzunehmen.

5. Nicht Wäsche nachts draußen aufhängen

Nasse Kleidung, die über Nacht draußen bleibt, soll von vorbeigehenden Geistern getragen werden — die sie dann benutzen könnten, um in dein Zuhause zu schlüpfen.

6. Nicht jemanden auf die Schulter oder den Kopf tippen

Die Folklore besagt, dass jede Person drei schützende Flammen (三把火) trägt — eine auf jeder Schulter und eine auf dem Kopf — die Geister abwehren. Das Klopfen auf diese Stellen kann eine Flamme "auslöschen" und die Person ungeschützt lassen.

7. Nicht einen Regenschirm drinnen öffnen

Es wird geglaubt, dass Geister sich unter Regenschirmen (und Bäumen) Schutz suchen. Einen Regenschirm drinnen zu öffnen — oder einen offenen Regenschirm nach Hause zu bringen — kann einen Geist mit sich bringen.

8. Nicht nachts Fotos machen

Ein nächtliches Foto wird als Risiko angesehen, einen Geist im Bild oder Gerät einzufangen — oder ihn zu fangen.

9. Nicht in der ersten Reihe bei Getai-Shows sitzen

Bei Getai (歌台) — den lauten Live-Varietéaufführungen, die während des Geistermonats aufgeführt werden — bleiben die Plätze in der ersten Reihe absichtlich leer, reserviert für die Geister. Dort zu sitzen, ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die Etikette.

10. Nicht den Kopf drehen, wenn dich jemand nachts ruft

Wenn du deinen Namen von hinten nach Einbruch der Dunkelheit hörst, besagt die Tradition, dass du dich nicht umdrehen oder antworten sollst — es könnte ein Geist sein, der deinen Namen lernt, was ihm Macht über dich gibt.

11. Nicht heiraten, umziehen oder ein Geschäft gründen

Der Geistermonat gilt als tief unglücklich für wichtige Lebensereignisse. Hochzeiten, Umzüge, große Käufe und neue Unternehmungen werden traditionell bis zum Schließen der Tore verschoben.

12. Nicht auf den Mond oder auf Opfergaben zeigen

Zeigen — insbesondere auf den Mond oder auf Altaropfergaben — wird als respektlos gegenüber den Geistern angesehen und kann Vergeltung einladen (die Folklore warnt vor einem mysteriösen Schnitt hinter dem Ohr).

13. Nicht Geld oder Gegenstände von der Straße aufheben

Bargeld oder Gegenstände, die auf dem Boden gefunden werden, könnten Opfer für die Toten (oder "Geisterhochzeits"-Köder) sein. Sie zu nehmen, wird als riskant angesehen, da es den Anspruch der Geister auf dich bringen könnte.

14. Nicht deine Hausschuhe in Richtung Bett zeigen lassen

Schuhe, die auf das Bett zeigen, werden als Einladung für einen Geist gelesen, einzusteigen. Die Tradition besagt, dass man sie wegzeigen lassen sollte.

15. Nicht gegen Opfergaben lehnen oder darauf treten

Am Straßenrand angehäufte brennende Joss-Papiere und Lebensmittel sind Opfergaben für umherirrende Geister. Darauf zu treten oder die Asche zu treten, wird als direkte Beleidigung gegenüber den Toten angesehen.

Das größere Bild

Diese Tabus fließen alle aus einer Idee: Während des Geistermonats wird die Grenze zwischen den Lebenden und den Toten dünner, sodass du dich als höflicher — und vorsichtiger — Gastgeber verhältst. Es ist die gleiche Weltanschauung, die hinter Figuren wie Zhong Kui, dem Dämonenvertreiber, den Familien um Schutz anrufen, und dem jiangshi, den ruhelosen hüpfenden Toten, steht.

Für die vollständige Geschichte des Festivals — seine Daten, Ursprünge und Traditionen — siehe Hungry Ghost Festival erklärt, oder erkunde die Geister dahinter in unserem Leitfaden zur chinesischen Mythologie.

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